Archiv der Kategorie: Gedicht

Begegnung

Meine Augen kleben an deinen Lippen, die Verständnis ausdrücken.

Du umschmeichelst mein Wesen mit allem was du bist und wenn der neue Tag anbricht

werde ich nicht mehr wissen, ob das alles real war oder nur eine Phantasie.

Und dies sind die Worte, die ich dir unbemerkt ins Ohr geflüstert hätte

wenn ich für einen kurzen Moment die Zeit hätte austricksen können.

Und jetzt schreibe ich sie in Gedanken in den Wind.

Weiß, dass sie dich nie erreichen werden

und dass eine Begegnung nie wieder das gleiche in mir auslösen könnte

wie in dieser Abendstunde, als deine Seele mir Vertrauen zuzwinkerte.

Ich liebe dich, ich liebe dich, nur für diese Sekunde,

in der ich den Atem der Freiheit auf meiner Haut spüre und vergesse,

dass die Zeit den Rhythmus des Lebens vorgibt.

Dies sind die Worte, die ich dir unbemerkt ins Ohr geflüstert hätte,

Ich liebe dich, ich liebe dich, nur für diese eine Sekunde.

Diese Tür hat der Wind der Zeit zugeschmettert,

abgestorbene Blätter legen sich wie traurige Erinnerung auf die ausgetrocknete Erde,

 eine andere Tür hat sich geöffnet und es wird nie wieder so sein, nie wieder so sein

wie in dieser einen Sekunde als ich dich liebte mit allem was ich zu sein hoffte und nicht war.

Jetzt stehe ich an der Türschwelle zu einem neuen Abschnitt und warte darauf,

dass du mich zurück zu dir ziehst und mich in deine schützenden Arme fallen lässt.

Doch du bist nicht da, kannst nicht die Sehnsucht in meinen Augen ablesen.

Und dies sind die Worte, die ich dir unbemerkt ins Ohr geflüstert hätte,

wenn ich für einen kurzen Moment die Zeit hätte austricksen können.

Ich liebe dich, ich liebe dich, nur für diese eine Sekunde.

Das Gefühl vergeht, aber die Erinnerung bleibt.

Ich liebte dich, ich liebte dich, nur in dieser einen Sekunde, als ich die Zeit austricksen konnte.

Und es kein Morgen mehr gab.


Du

Dein Blick drückt tiefe Traurigkeit aus,
ein Tränenmeer entweicht ihm,
ich schwimme dir darin entgegen,
strecke meine Hand nach dir aus.
Du schaust mir beim Ertrinken zu,
und fragst mich, mit tief verletzter Stimme,
warum ich dich nicht lieben kann
und dass du es nicht verdient hast,
geliebt zu werden.
Ich antworte mit stummem Entsetzen
kurz bevor sich die Augen für immer schließen
und ich vergesse, dass mein Leben einmal mir gehörte.