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Yes yes yes you can!

 

 

Für kurze Zeit wieder käuflich zu erwerben – die Yes-Törtchen von Nestlé in den Geschmacksrichtungen Cacao und Caramel.

 

Leider muss ich mir eingestehen, dass die anfängliche Euphorie, die ich beim Entdecken dieses Produktes heute im Supermarkt verspürt hatte, größtenteils schon verflogen ist, zumindest was das geschmackliche Erlebnis angeht. Dennoch ist der nostalgische Wert dieses Produktes für mich persönlich die 1.29 Euro pro Packung wert gewesen. Auch bin ich um die unbezahlbare Erkenntnis reicher geworden, dass die Fernsehwerbung meine Kreativität stark gefördert hat. Gar nicht auszudenken, was für ein ideenarmer Mensch ich heute wäre, wenn ich nicht schon im Kindesalter mit Begeisterung Werbespots rezipiert und rezitiert hätte. Wäre dieses Worst-case-Szenario eingetreten, hätte ich mit Sicherheit nicht das Bedürfnis verspürt, eine Geburtstagskerze in eines der Yes-Törtchen zu stecken, wo ich doch rein niemanden kenne, der heute tatsächlich Geburtstag hat.

Bei weiterführenden Recherchen ist mir ein neuer Gedanke gekommen und ich habe schnell mal den Taschenrechner zur Hand genommen und eine Rechenaufgabe daraus konzipiert.

 

Fragestellung:

Proband A konsumiert exakt 0,5 Liter Weinbrand, bevor er das Haus verlässt, um feiern zu gehen. Ein Yes-Törtchen der Geschmacksrichtung Caramel wiegt 32 Gramm und hat einen Alkoholanteil (Weinbrand) von 0.25 Prozent (Quelle: http://www.wdr.de).  Wie viele Yes-Törtchen müsste Proband A konsumieren, um die gleiche Menge Alkohol wie beim Akt des konventionellen Vorglühens zu sich zu nehmen?

Lösungsweg:

Ein Caramel-Yes-Törtchen enthält 0.25 Prozent Weinbrand von 32 Gramm.

32 * 0.25/100 =  0.08 Gramm Weinbrand pro Törtchen, das sind 0.08 ml

500 ml/0.08 ml= 6250

Lösung:

Proband A muss 6250 Yes-Törtchen in der Geschmacksrichtung Caramel verputzen, um 500 ml Weinbrand zu sich genommen zu haben.

Wohl bekomm`s. : )

 

Bedenken bzw. mögliche Fehlerquellen:

Um nicht zwischendurch wieder auszunüchtern, muss Proband A zügig und möglichst mit Verzicht auf Pausen die Törtchen essen, er sollte nicht länger als 2 Stunden benötigen, damit sich für ihn das Ausgehen noch lohnt. Proband A sollte zudem über gute Blutwerte verfügen und von einem Mediziner-Team rund um die Uhr überwacht werden. Es wird Probanden A nahegelegt, nach Beendigung des Experimentes eine Abmagerungskur durchzuführen sowie sich Sponsoren für sein Projekt zu organisieren.

(6250/3= 2083.33 * 1.29 Euro = 2687.5 Euro)

 

Randbemerkung an Probanden A:

„Yes yes yes you can!!!“

 


Sushi?- Nein danke, aber…

Ich habe ihn endlich aufgegeben, den Kampf mit, äh…. besser gesagt gegen den neuesten kulinar(r)ischen Trend aus Japan, der solch einen poetisch anmutenden Namen trägt: „Sushi“. So werde ich höchstwahrscheinlich mein nächstes Haustier taufen und ich hätte auch nichts dagegen, meine Küchenzeile mit Bildern dieser bunten kleinen Happen zu bestücken, aber in meinem Darm verursacht dieses wohlklingende Gericht leider nichts als Kakophonie. So war ich zunächst zwischen den Möglichkeiten hin- und hergerissen, eine Immunisierungskur durch den quantitativen Verzehr von Sushi auf Eigenverantwortung und ohne Absprache mit meinem Hausarzt durchzuführen oder mich und meinen Magen nicht länger mit den gefühlten 80.000 ekelerregenden Geschmacksrichtungen zu malträtieren und in Kauf zu nehmen, von einem beliebigen Trendmagazin als OUT abgestempelt zu werden. Ich erwische mich dennoch immer wieder dabei, durch die einladenden Fensterfronten diverser Sushibars zu stieren und wie hypnotisiert der Umlaufbahn des Laufbandes zu folgen, mich über die vielen bunten Farben und Formen der Häppchen zu freuen und mir innerlich zu denken:

„Oh wie süß..“

Quelle: Robson Oliveira/ http://www.sxc.hu

Ja, liebe Japaner, ihr habt uns Europäer um den Finger gewickelt und das Sprichwort „Das Auge isst mit“ wahr werden lassen. „Leider“, oder sollte ich sagen „Gott sei dank“ sind mir auf meiner Zunge bisher noch keine Augen gewachsen, sodass ich passen muss, meinem Geldbeutel eine Nulldiät erspare und mich auf weniger stylisches, dafür meinem Gaumen zugetaneres und kostengünstigeres Essen stürzen kann. Und wenn mich demnächst jemand fragt, ob ich Lust auf Sushi hätte, dann weiß ich jetzt schon, was ich darauf erwidern werde:

“Sushi? – Nein danke, aber darf ich ein Foto schießen?“